| Druck- und Medienwerkstatt |
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Die Druckwerkstatt in der Wiescherstraße 11 – 13 42277 Wuppertal Wichlinghausen |
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Belegungsplan
DRUCKWERKSTATTIn der Druckwerkstatt können die Künstler eigene Arbeiten realisieren. Außerdem steht der Raum für Unterricht, Kurse und Workshops zur Verfügung. Angestrebt werden Projekte, die kreative Jugend- und Stadtteilarbeit unterstützen. Mit den Mitteln der Kunst und künstlerischen Arbeitsprozessen wird selbst organisiertes Lernen gefördert, Selbstvertrauen, Kreativität und Ausdrucksfähigkeit gelernt. Die Werkstatt wird von den Künstlern und Kursleitern selbst organisiert. Eine regelmäßige Teilnahme an den Nutzertreffen wird erwartet.
AUSSTATTUNG
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| Theorie |
Unter dem Begriff Druck werden
alle Reproduktionsverfahren zur Vervielfältigung von Druckvorlagen
zusammengefasst.
Es werden je nach Druckverfahren seitenrichtige oder
seitenverkehrte Druckvorlagen benutzt. Diese werden zunächst mit einer
farbigen Zubereitung überzogen und dann auf einen Bedruckstoff gepresst.
Dabei überträgt sich die Farbe von der Druckvorlage auf den Bedruckstoff.
Die Druckvorlage kann dabei in aller Regel mehrfach verwendet werden.
Folgende Komponenten werden zum Drucken unbedingt benötigt:
Drucksystem (die
Druckmaschine)
Druckfarbe
Druckform
Bedruckstoff
Schema der Druckprinzipen
Es wird zwischen drei Druckprinzipen unterschieden:
Fläche gegen Fläche
(flach gegen flach)
Zylinder gegen Fläche
(rund gegen flach)
Zylinder gegen Zylinder
(rund gegen rund)
Druck bezeichnet zudem einen wesentlichen Arbeitsschritt der
Verlagsherstellung.
Druckverfahren werden nach unterschiedlichen
Gesichtspunkten eingeteilt:
nach dem Verhältnis, in dem Druckelemente zur Druckform stehen wie zum
Beispiel Flach-, Hoch-, Tief- und Durchdruck.
Hauptdruckverfahren:
Hochdruck (Bildstellen der Druckform stehen höher als Nichtbildstellen
zum Beispiel
Holzschnitt, Buchdruck, Flexodruck)
Flachdruck (siehe auch
Lithografie
(Bildstellen und Nichtbildstellen der Druckform liegen (annähernd) auf einer
Ebene (Offsetdruck)))
Tiefdruck (Bildstellen der Druckform
liegen tiefer als Nichtbildstellen)
Kaltnadelradierung,
Ätzradierung,..
Durchdruck (Bildstellen der Druckform bestehen aus einer Schablone auf einem farbdurchlässigen Schablonenträger (Sieb aus Kunststoff- oder Metallfäden), Nichtbildstellen sind farbundurchlässig (Siebdruck).
Die fünf wichtigsten Hauptdruckverfahren sind:
1. Der Hochdruck
Das Verfahren ist seit Johannes Gutenberg verbreitet, bekannt als der
klassische Buchdruck, bei dem die Druckelemente erhaben auf der Druckform
stehen (Druck mit beweglichen Lettern). Hochdruck-Druckformen können als
Tiegel (plane Druckform) und als Zylinder (gekrümmte Druckform) ausgeführt
sein und sowohl Papierbogen als auch Rollenpapier (Buchdruck-Rollenrotation)
bedrucken.
2. Indirekter Buchdruck (Letterset).
Beim indirekten Hochdruck wird die Druckvorlage von einem seitenrichtigen,
rundgebogenen auf dem Druckzylinder befestigtem Klischee auf ein Gummituch,
den sogenannten „Gummizylinder“, übertragen. Das Gummituch bedruckt das
Papier ähnlich dem Offsetdruck, jedoch ohne die Verwendung von Wasser.
Fälschlicherweise wird der indirekte Buchdruck deshalb als „Trockenoffset“
bezeichnet, er gehört jedoch zu den Hochdruckverfahren. Anwendung findet der
indirekte Buchdruck in der Verpackungsindustrie und beim Endlosdruck.
Der Flexodruck gehört ebenfalls zu den
Hochdruckverfahren; als Druckform dient hier eine Fotopolymerplatte.
Anwendungsgebiete des Flexodrucks sind vor allem Verpackungsfolien.
3. Der Tiefdruck
| ist ein Druckverfahren, bei dem die Druckelemente als Vertiefung in der Druckform ausgeführt sind. Diese Vertiefungen (Näpfchen) werden beim Druckvorgang mit Farbe gefüllt, welche an das Druckmaterial wieder abgegeben wird. Die Näpfchen können zum Beispiel durch Ätzung, mechanische Gravur mittels kleiner Diamantstichel oder Lasergravur erzeugt werden. | ![]() |
Der
Rotationstiefdruck (Tiefdruck mit zylindrisch ausgeführten Druckformen) ist
heutzutage besonders bei Massendrucksachen, Zeitschriften, Dekorfolien
(Möbelindustrie) und Tapeten in sehr hohen Auflagen wirtschaftlich, da den
hohen Kosten der Druckform geringe Kosten im Fortdruck gegenüber stehen.
Besonders für den Dekordruck ist die Möglichkeit des nahtlosen Endlosdruckes
von Bedeutung.
4. Der Flachdruck
Steindruck und Offsetdruck: Der Offsetdruck ist die Weiterentwicklung des
direkten Steindruckes zum indirekten Flachdruck.
Das Prinzip: Fett und Wasser stoßen sich ab. Der Druckstock ist hierbei
chemisch bearbeitet bzw. mikrorau. Die druckenden fetthaltigen
Formbestandteile (z. B. Zeichnungen) werden mit Tusche, Fettkreide,
Fettstiften oder auf photografischem Wege aufgetragen und nehmen die Farbe
besser an als das Feuchtwasser (lipophile und hydrophobe
Bereiche). Die Restfläche wird hydrophil aufbereitet und stößt die Farbe im
folgenden Druckprozess ab.
5. Der Durchdruck (Siebdruck)
Ein universelles Schablonendruck- bzw. Durchdruckverfahren ist der
Siebdruck. Die Schablone (Drucksieb) wird heute meist fotochemisch aus
feinem beschichteten Siebgewebe aus Kunstfaser oder Stahldraht gefertigt.
Der Siebdruck kann sehr vielseitig eingesetzt werden, um Objekte aller
Formate zu bedrucken (z. B. Frontplatten oder Tassen).
Beim Siebdruck wird das Sieb in einen Rahmen eingespannt. Der Bedruckstoff
wird unter das Sieb gelegt und die Farbe wird an eine Stelle im Sieb
gegossen. Nun wird das Sieb auf den Bedruckstoff gelegt (Zwischen Sieb und
Bedruckstoff sind ca. 1-2 mm Luft Absprung). Anschließend wird die Farbe mit
dem Rakel über das Sieb gezogen. Das Sieb wird gelöst und der Druck ist
fertig.
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