Druck- und Medienwerkstatt

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Die Druckwerkstatt

in der

Wiescherstraße 11 – 13

42277 Wuppertal Wichlinghausen

  Infoblatt zum Herunterladen!

Belegungsplan

 
Mo Di Mi Do Fr Sa So
9-12 Uhr AG          15.00 -19.00 Druck-AG
Doris Oberschachtsiek, Barbara Held u.a.
 
 

 


 

DRUCKWERKSTATT

In der Druckwerkstatt können die Künstler eigene Arbeiten realisieren.

Außerdem steht der Raum für Unterricht, Kurse und Workshops zur Verfügung.

Angestrebt werden Projekte, die kreative Jugend- und Stadtteilarbeit unterstützen. Mit den Mitteln der  Kunst und künstlerischen Arbeitsprozessen wird selbst organisiertes Lernen gefördert, Selbstvertrauen, Kreativität und Ausdrucksfähigkeit gelernt.

Die Werkstatt wird von den Künstlern und Kursleitern selbst organisiert.

Eine regelmäßige Teilnahme an den Nutzertreffen wird erwartet.

AUSSTATTUNG

Zur Werkstatt gehören:
2 Lithopressen

Lithosteine
Radierpresse
Möglichkeiten für Holzdruck.
Basismaterial ist für alle Techniken vorhanden,
Papier kann vor Ort erworben  oder  mitgebracht werden.

 

BEITRÄGE
KünstlerInnen können die Werkstatt selbständig und nach Vereinbarung nutzen. Tagesnutzung über 4 Std.pro Person 10 €, unter 4 Std. 5 €.

Materialkosten werden nach Verbrauch berechnet.

 

ORGANISATION
Die Druckwerkstatt wird von Mitgliedern des bbk organisiert und vom Kulturbüro der Stadt Wuppertal finanziell unterstützt.

In Drucktechniken erfahrene KünstlerInnen können die Werkstatt selbständig nutzen.

Andere Interessenten wenden sich an:
Lithografie:  Doris Obeschachtsiek
                    Tel:
25 02 877

Holzschnitt
: Barbara Held, Tel.:
0202 47 50 98
                    barbaraheld@netic.de

Radierung:   Manfred Feddersen, Tel.6952238,
                    kontakt@mfeddersen.de
 

Werke
(Bilder bitte anklicken!)


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Archiv unserer Aktivitäten

Der WDR in der Druckwerkstatt

„Experimentelles Drucken“/ Kurs mit Eva Weinert in der bbk-druckwerkstatt / 19/20.September 2009

Fotos von der Ausstellung in der Druckwerkstatt zur Woga 09 vom 17.+18.Okt. 2009 mit Peter Paulus
 

 

Druck Reproduktionstechnik
Theorie

Unter dem Begriff Druck werden alle Reproduktionsverfahren zur Vervielfältigung von Druckvorlagen zusammengefasst.

Es werden je nach Druckverfahren seitenrichtige oder seitenverkehrte Druckvorlagen benutzt. Diese werden zunächst mit einer farbigen Zubereitung überzogen und dann auf einen Bedruckstoff gepresst. Dabei überträgt sich die Farbe von der Druckvorlage auf den Bedruckstoff. Die Druckvorlage kann dabei in aller Regel mehrfach verwendet werden.

Folgende Komponenten werden zum Drucken unbedingt benötigt:
  Drucksystem (die Druckmaschine)
  Druckfarbe
  Druckform
  Bedruckstoff

Schema der Druckprinzipen

Es wird zwischen drei Druckprinzipen unterschieden:
  Fläche gegen Fläche (flach gegen flach)
  Zylinder gegen Fläche (rund gegen flach)
  Zylinder gegen Zylinder (rund gegen rund)

Druck bezeichnet zudem einen wesentlichen Arbeitsschritt der Verlagsherstellung.

Druckverfahren werden nach unterschiedlichen Gesichtspunkten eingeteilt:
nach dem Verhältnis, in dem Druckelemente zur Druckform stehen wie zum Beispiel Flach-, Hoch-, Tief- und Durchdruck.

Hauptdruckverfahren:

Hochdruck
(Bildstellen der Druckform stehen höher als Nichtbildstellen zum Beispiel Holzschnitt, Buchdruck, Flexodruck)

Flachdruck (siehe auch Lithografie (Bildstellen und Nichtbildstellen der Druckform liegen (annähernd) auf einer Ebene (Offsetdruck)))

Tiefdruck (Bildstellen der Druckform liegen tiefer als Nichtbildstellen)
Kaltnadelradierung, Ätzradierung,..

Durchdruck (Bildstellen der Druckform bestehen aus einer Schablone auf einem farbdurchlässigen Schablonenträger (Sieb aus Kunststoff- oder Metallfäden), Nichtbildstellen sind farbundurchlässig (Siebdruck).


Die fünf wichtigsten Hauptdruckverfahren sind:

 1. Der Hochdruck

Das Verfahren ist seit Johannes Gutenberg verbreitet, bekannt als der klassische Buchdruck, bei dem die Druckelemente erhaben auf der Druckform stehen (Druck mit beweglichen Lettern). Hochdruck-Druckformen können als Tiegel (plane Druckform) und als Zylinder (gekrümmte Druckform) ausgeführt sein und sowohl Papierbogen als auch Rollenpapier (Buchdruck-Rollenrotation) bedrucken.

 2. Indirekter Buchdruck (Letterset).

Beim indirekten Hochdruck wird die Druckvorlage von einem seitenrichtigen, rundgebogenen auf dem Druckzylinder befestigtem Klischee auf ein Gummituch, den sogenannten „Gummizylinder“, übertragen. Das Gummituch bedruckt das Papier ähnlich dem Offsetdruck, jedoch ohne die Verwendung von Wasser. Fälschlicherweise wird der indirekte Buchdruck deshalb als „Trockenoffset“ bezeichnet, er gehört jedoch zu den Hochdruckverfahren. Anwendung findet der indirekte Buchdruck in der Verpackungsindustrie und beim Endlosdruck.

Der Flexodruck gehört ebenfalls zu den Hochdruckverfahren; als Druckform dient hier eine Fotopolymerplatte. Anwendungsgebiete des Flexodrucks sind vor allem Verpackungsfolien.

 3. Der Tiefdruck
 
ist ein Druckverfahren, bei dem die Druckelemente als Vertiefung in der Druckform ausgeführt sind. Diese Vertiefungen (Näpfchen) werden beim Druckvorgang mit Farbe gefüllt, welche an das Druckmaterial wieder abgegeben wird. Die Näpfchen können zum Beispiel durch Ätzung, mechanische Gravur mittels kleiner Diamantstichel oder Lasergravur erzeugt werden.

Der Rotationstiefdruck (Tiefdruck mit zylindrisch ausgeführten Druckformen) ist heutzutage besonders bei Massendrucksachen, Zeitschriften, Dekorfolien (Möbelindustrie) und Tapeten in sehr hohen Auflagen wirtschaftlich, da den hohen Kosten der Druckform geringe Kosten im Fortdruck gegenüber stehen. Besonders für den Dekordruck ist die Möglichkeit des nahtlosen Endlosdruckes von Bedeutung.

 4. Der Flachdruck

Steindruck und Offsetdruck: Der Offsetdruck ist die Weiterentwicklung des direkten Steindruckes zum indirekten Flachdruck.
Das Prinzip: Fett und Wasser stoßen sich ab. Der Druckstock ist hierbei chemisch bearbeitet bzw. mikrorau. Die druckenden fetthaltigen Formbestandteile (z. B. Zeichnungen) werden mit Tusche, Fettkreide, Fettstiften oder auf photografischem Wege aufgetragen und nehmen die Farbe besser an als das Feuchtwasser (lipophile und hydrophobe Bereiche). Die Restfläche wird hydrophil aufbereitet und stößt die Farbe im folgenden Druckprozess ab.

 5. Der Durchdruck (Siebdruck)

Ein universelles Schablonendruck- bzw. Durchdruckverfahren ist der Siebdruck. Die Schablone (Drucksieb) wird heute meist fotochemisch aus feinem beschichteten Siebgewebe aus Kunstfaser oder Stahldraht gefertigt. Der Siebdruck kann sehr vielseitig eingesetzt werden, um Objekte aller Formate zu bedrucken (z. B. Frontplatten oder Tassen).

Beim Siebdruck wird das Sieb in einen Rahmen eingespannt. Der Bedruckstoff wird unter das Sieb gelegt und die Farbe wird an eine Stelle im Sieb gegossen. Nun wird das Sieb auf den Bedruckstoff gelegt (Zwischen Sieb und Bedruckstoff sind ca. 1-2 mm Luft Absprung). Anschließend wird die Farbe mit dem Rakel über das Sieb gezogen. Das Sieb wird gelöst und der Druck ist fertig.

 

 

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