Heine-Kunst-Kiosk

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Heine-Kunst-Kiosk
 
 A k t u e l l e A u s s t e l l u n g

Zu Gast im Heine-Kunst-Kiosk
Ornella Gounon
42277 Wuppertal, Wichlinghauser Str. 29a
vom 14. Januar 2012 – 29. Februar 2012
Ornella Gounon, Elfenbeinküste
„Angekommen In Wuppertal“


Eröffnung: Samstag, 14. Januar um 15.00 Uhr

ORNELLA, 21 trägt eigene Kompositionen, Texte und Lieder vor, begleitet von afrikanischen Trommlern unter der
Leitung von SHAMSUDEEN Adjetey Adjei (Trommelschule AKROWA)

In Erinnerung ihrer afrikanischen Wurzeln fertigte Ornella 5 Tongefäße für ihre ‚Vorstellung’ im Heine-Kunst-Kiosk an.

Töpfern

Töpfern ist etwas Kreatives, Sinnliches oder auch Entspannendes

 

Töpfern bedeutet etwas zu schaffen und mit dem Ton eins zu sein

 

Töpfern hat meinen Horizont erweitet und mich geprägt

 

Ein Gefäß wird geformt,

das beansprucht  Zeit und Geduld

 

Mit Geduld und Zeit wurde ich durch meine Mitmenschen geformt

 

Dadurch bin ich heute diese Frau

 

Jedes Gefäß steht für einen Moment in meinem Leben

 

Momente mit Höhen und Tiefen

 

 

 

 

 

 

© Ornella Gounon 2012

 

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Ornella Gounon ist 21 Jahre alt und mit acht Jahren
aus der Elfenbeinküste / Côte d`Ivoire nach Deutschland gekommen.
Mit ihrer Mutter und zwei Brüdern lebt sie in Wuppertal-Oberbarmen.
Das rechte Foto im Schaufenster hat sie aus Afrika mitgebracht:
als kleines Mädchen bemalt und geschmückt für den Muttertag.
Nach dem Abitur -im vergangenen Jahr- möchte sie Betriebswirtschaft studieren.

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"Ich bin hier und doch fort
Wuppertalerin und Ivoirienne
Tochter, Schwester, Individuum
Zwei Kulturen. Zwei Leben
Freundin, Schülerin, Individuum
Armut und Reichtum
Gesellschaftsschichten eines Lebens".

 

 

Eine Elfe zu Gast im Heine-Kunst-Kiosk
Wichlinghauserstr. 29a, 42277 Wuppertal 

vom 11. November 2011 – 31. Dezember 2011

Eröffnung mit den Jugendlichen: Freitag, 11. November 16 Uhr

Installation von sieben arbeitsuchenden Jugendlichen unter der Leitung von SUSANNE KRAMPEN, Ölbergkönigin in Zusammenarbeit mit der VHS Gevelsberg nach einem Gedicht von Heinrich Heine


 
 

 

 

Dämmernd liegt der Sommerabend
Über Wald und grünen Wiesen;
Goldener Mond, im blauen Himmel,
Strahlt herunter, duftig labend.

An dem Bache zirpt die Grille,
und es regt sich in dem Wasser,
und der Wanderer hört ein Plätschern
Und ein Atmen in der Stille.

Dorten an dem Bach alleine,
Badet sich die schöne Elfe;
Arm und Nacken, weiß und lieblich,
Schimmern in dem Mondenscheine.

 

Heinrich Heine

 

 
A u s s t e l l u n g von Ruth Velser, eine Wuppertaler Künstlerin und Autorin

September - Oktober 2011
Wichlinghauser Straße 29a
42277 Wuppertal

Ruth Velser denkt mit "Harry Heinrich Henri Heine" an Deutschland in der Nacht von Oberbarmen...

 

Harry Heinrich Henri Heine

Bleiches Gespenst
+ in Begleitung
Ach, das Meer + die Salons
Denkt an Deutschland
In der Nacht von Oberbarmen
Aller Herren Länder
Hartz IV + Top
Damals die Reise
+ heute Wagen ohne Pferde
Hohe Häuser + kein Rauch
Aus den Schornsteinen
Frauen in Hosen
Wer hat das Sagen
+ immer noch das kleine Glück
Essen + Wohnen
„Rosen und Myrthen
Schönheit und Lust“
+ immer noch:
Die großen Kriege + Not
Virtuelles Geld über die Spieltische
+ das Meer steigt mit der Schuld
1 Sache der Ehre
Die Schrift von Babel
Längst an allen Mauern
Da wird ihm bang

                    © Ruth Velser 2011

 

Ruth Velser
Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler bbk, Region Bergisch Land e.V.
Bergische Kunstgenossenschaft BKG
Gedok 

1953 in Bonn geboren
1986 – 1992  Kunstakademie Düsseldorf

Einzel- und Gruppenausstellungen
 

Veröffentlichungen:
2006, 2007, 2008, 2009, 2010  DER MONGOLE WARTET
Zeitschrift für Literatur und Kunst, Michael Arenz, Bochum

2008 CLOWNFISCH ‚Zerstörung’

2008 RONSDORFER KINDHEIT

2010 LIEBELEIN
Die besonderen Hefte, Nordpark-Verlag Alfred Miersch, Wuppertal

Kontakt: Tel  0202 / 464729

 
Angebot an alle: sich bei Barbara Held oder Boris Meißner zu melden, wenn bildnerische Umsetzungen und gedankliche Fortführungen von und mit und zu Heinrich-Heine eine Ausstellung in den beiden Schaufenstern gestattet: Fenstermaße: 2,30 x 1,90 m

Im Heine-Kunst-Kiosk, Wichlinghausen setzen wir beharrlich unsere Kunstaktionen fort und bieten, zunächst die beiden Schaufenster, als temporäre Projektionsfläche zur Auseinandersetzung an.

Gern wiederholen wir das Statement der Zwischennutzungsagentur, die den Kiosk früher "betreute" :
"Dieser Laden ist ein Raum für Neues, für Umbruch und Aufbruch."
 

E-Mail-Kontakt: barbaraheld@netic.de

E-Mail-Kontakt: boris@meissnerkunst.de


 

 

Chronologie unserer „Aktionen“ im Heine-Kunst-Kiosk: 

Heinrich Heine in Wichlinghausen
Eröffnung: Samstag, 28. März 2009         „Heinrich Heine in Wichlinghausen“
Finissage: Freitag, 26. Juni 2009 „Vorsicht Heine!“
Wuppertal-Wichlinghausen, Wichlinghauser Straße 29a -
Heine-Kunst- Kiosk
„DEUTSCH/DEUTSCHER ADLER NOVEMBER 1989 – NOVEMBER 2009“
09. November – 11. Dezember 2009 "20 Jahre Mauerfall 1989-2009"
Installation von BORIS MEISSNER
"Nicht nur die Vernunft von Jahrtausenden, auch ihr Wahnsinn bricht an uns aus. Gefährlich ist es, Erbe zu sein." (Nietzsche)
 

BRAUCHEN WIR HELDEN?
BARBARA HELD mit 24 Zeichnungen
12. Dezember 2009 bis 30. Januar 2010

WOVOR WIR UNS FÜRCHTEN  31. Januar bis 31. März 2010 im Heine-Kiosk, Wuppertal, Wichlinghauser Str. 29a:  Who's afraid of Angela M.? Who's afraid of Guido W.? Buchobjekte/Assemblagen BORIS MEISSNER

„VORWÄRTS, UND NICHT VERGESSEN…“ Fluchtpunkt SOLIDARITÄT
 "Auf ihr Völker dieser Erde, einigt euch in diesem Sinn: daß sie jetzt die eure werde und die große Nährerin. Vorwärts, und nicht vergessen..."

HELD/MEISSNER vom 01. Mai – 30. Juni 2010

Zu Gast im Heine-Kunst-Kiosk
PETRA MOHR mit Text und Bild "CHOR" Acryl auf Leinwand 140 x 100 cm
vom 01. Juli – 31. August 2010

Zu Gast im Heine-Kunst-Kiosk: RME STREUF: „STREUF STREIFT HEINE – HEINE STREIFT STREUF“ vom 01. September – 31. Oktober 2010 (www.streuf.de)

Zu Gast im Heine-Kunst-Kiosk: DORIS OBERSCHACHTSIEK und KLASSE 4c der Städtischen Katholischen Grundschule Wichlinghausen: „Fuß gefasst“

vom 01. November – 15. Dezember 2010

Zu Gast im Heine-Kunst-Kiosk  MEDYA C.: „ANGEKOMMEN IN WUPPERTAL“

vom 18. Dezember 2010 bis 25. Februar 2011

 

Projekte 2011:

„ANGEKOMMEN IN WUPPERTAL“ zu Gast im Heine-Kunst-Kiosk  Rajmunda G.

Eine Graffiti-Aktion in Korrespondenz mit  Heine – Texten von ‚BIRNE’ Dominik Hebestreit

„Ungleicher Lohn für gleiche Arbeit“: ein Narrenkleid der Wuppertaler Künstlerin Ulla Schenkel (z.Zt. ausgestellt im Frauenmuseum Bonn).

Fortsetzung der Reihe: „Angekommen in Wuppertal

Bild und Text zu Heine von Ruth Velser, Autorin, Bildende Künstlerin

Hommage an Barbara Commandeur (zum 60. Geburtstag), einer bedeutenden Künstlerin und Schriftstellerin Wuppertals, die in der Seifenstraße wohnte.

usw.: Installationen, Texte, Bilder mit aktuellen Bezügen: Barbara Held und Boris Meißner mit Inszenierungen, Performances, tableaux vivants; Grenzüberschreitungen in Kooperation mit Literaten, TänzerInnen, MusikerInnen etc.

Barbara Held,
E-Mail-Kontakt: barbaraheld@netic.de

Internet: www.b-held-kunst.de

Boris Meißner,
E-Mail-Kontakt: boris@meissnerkunst.de

Internet: www.meissnerkunst.de


P r e s s e s t i m m e n
(Bilder anklicken!)

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DAS IDEAL:
"Eine geheime Vorliebe für das,
wofür wir einstmals gekämpft und gelitten,
bleibt immer in unserem Herzen."
Heinrich Heine, 1797-1856

Zu Gast im Heine-Kunst-Kiosk
42277 Wuppertal, Wichlinghauserstr. 29a
ab 01. März 2011 bis ca. Mitte Mai 2011
DOMINIK HEBESTREIT / Birne
die Kiosk-Graffiti-Aktion: DAS IDEAL
des Wuppertaler Künstlers www.big-birne.de


 

 

 


„ANGEKOMMEN in WUPPERTAL“

Zu Gast im Heine-Kunst-Kiosk Juni-Juli 2011

Rajmunda Grdelaj

das „Angekommen in Wuppertal“ der 17-jährigen Kosovo-Albanerin in schwedisch und albanisch übersetzt

„Har kommit fram i Wuppertal“

„Kum mrri ne Wuppertal“

ist unter dem Textplakat zu lesen, auf dem Rajmunda die kurze Geschichte ihrer Familie schildert - mit der weisen Erkenntnis „Wo es mir gut geht, da ist mein Vaterland“.

Geboren in Schweden, zurück in den Kosovo, seit 11 Jahren in Wuppertal lebend, erzählt die Schülerin in dankbaren Worten hier ihre Geschichte des Ankommens in Wuppertal.

Im 2. Schaufenster, im Herzen des Doppeladlers, dem albanischen Staatswappen, beschreibt Rajmunda in nachdenklich-anrührender Gedichtform „ihr Wuppertal“.

2 Fotos, neben der Collage, illustrieren Rajmundas Beiträge:

ihre Ankunft in Wuppertal und eine Aufnahme mit ihrer Großmutter aus dem Kosovo.

Nach der Kurdin Medya Cesen, die zweite Jugendliche, die von Barbara Held und Boris Meißner im Heine-Kunst-Kiosk vorgestellt werden.

Großes Interesse der Wichlinghauser Bevölkerung – schon während der Installation dieser „Vorstellung“ – ermutigen Held und Meißner den Heine-Kunst-Kiosk als einen „Raum für Neues, für Umbruch und Aufbruch“ weiterhin  zu nutzen.

Mit Freude begrüßen Barbara Held und Boris Meißner die Zusage der Wuppertaler Künstlerin Ulla Schenkel, ihre Arbeit aus der MONETA-Ausstellung „Ungleicher Lohn für gleiche Arbeit“ im Frauenmuseum Bonn (2011) anschließend im Heine-Kunst-Kiosk vorzustellen.

© Meißner/Held 2011

 

Mein Name ist Rajmunda

und ich in  Wuppertal angekommen

Ich bin 17 Jahre alt, ein Mädchen, Tochter, Schwester, Kind, Abiturientin, Migrantin, Kosovarin, Muslimin, Start-Stipendiatin, Nachhilfelehrerin, Freundin, Bekannte, Verwandte, nett, freundlich und hilfsbereit.

Ich wurde in Schweden geboren, verbrachte gemeinsam mit meinen Großeltern, meiner Mutter und meinem älteren Bruder 6 gemeinsame Jahre im Kosovo und lebe nun seit 11 Jahren  in Wuppertal.

Grund dafür, das ich hier lebe, ist, dass mein Vater, der  3 Jahre vor uns  nach Deutschland zugewandert  ist und meine Mutter sich dafür ent-schieden, ein neues Leben hier in Deutschland zu beginnen.

Zu dieser Zeit  herrschte Krieg zwischen Kosovo und Serbien. Sie sahen keine anderen Möglichkeiten auf ein Leben mit Perspektiven und ohne Angst.

Zunächst war ich sehr skeptisch, auf das was mich erwarten würde, jedoch auch sehr neugierig, Neues erleben zu können.

In Deutschland angekommen änderte sich plötzlich alles. Nichts glich dem, was ich gewohnt war. Ich  hatte große Schwierigkeiten, mit dem  was um mich geschah, umzugehen, da ich  noch sehr jung war und mir das einzige weggenommen wurde voran ich festhalten konnte, mein alltägliches Leben.

Innerhalb  weniger Monate lernte ich die deutsche Sprache so, dass ich mich gut verständigen konnte.

Mit dem Älterwerden stellte ich fest, dass das Leben, das ich hier leben darf, keine Strafe ist, wie ich  zu Beginn dachte, sondern ein Privileg . Denn  nicht jedem  wird  die Möglichkeit, sich in einem fremden Land oder auch einer Stadt so frei entfalten zu können geboten, wie  es mir gestattet wurde.  So bin ich sehr glücklich,  mein Leben hier verbringen zu dürfen.

Das Wort Heimat verweist in erster Linie auf eine positive Beziehung zwischen Menschen und Raum. Heimat kann Landschaft meinen, aber auch sich auf ein Dorf oder ein Land beziehen. Menschen können auch außerhalb des Ortes, wo sie geboren wurden oder aufgewachsen sind, sich heimisch fühlen.

Der lateinische Spruch: „Ubi bene, ibi patria“ (Wo es mir gut geht, da ist mein Vaterland, meine Heimat), zeigt, dass Wuppertal für mich meine zweite Heimat geworden ist, denn außerhalb von Kosovo fühle ich mich nur hier wohl.

© Rajmunda Grdelaj 2011
 

 

Zu Gast im Heine-Kunst-Kiosk"
Wichlinghauser Str. 29 a
vom 15. Juli - 31. August 2011 ..
Ulla Schenkel, die Grande Dame der Wuppertaler Künstlerinnen
Gleiche Arbeit - Ungleicher Lohn "NARRENKLEID"


NARRENKLEID
1971 - 2010 

Gleiche Arbeit – ungleicher Lohn“

Linoldruck auf Nylonseide von 1971
aufgenäht auf verschlissene und zusammengenähte Seidenstücke
Schmuck, Glöckchen, Christbaumschmuck
185 x 150 cm

 

2010:
Frauen verdienen 23,2% weniger als Männer in Deutschland
Frauen verdienen 18 % weniger als Männer in Europa

 

Ulla Schenkel
1939 in Wuppertal geboren
Studium an der Werkkunstschule Wuppertal
An der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
und an der Kunstakademie Wien.
Seit 1961 Malerei, Grafik, Installation, Theaterprojekte, Kunst im Öffentlichen Raum, Kunstaktionen, kulturpolitisches Engagement
Miterfinderin des Gabriele-Münter-Preises
1976 Preis des Realismusstudios der  NGBK Berlin
1994 Erster Preis  des Kunstvereins Eisenturm Mainz
Viele Einzelausstellungen und Teilnahme an zahlreichen interessanten Projekten

 

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