| Heine-Kunst-Kiosk |
|
|
![]() ![]() ![]()
|
|
|||||||||||||||||||||
|
Chronologie unserer „Aktionen“ im Heine-Kunst-Kiosk:
Heinrich Heine in
Wichlinghausen
BRAUCHEN WIR HELDEN? WOVOR WIR UNS FÜRCHTEN 31. Januar bis 31. März 2010 im Heine-Kiosk, Wuppertal, Wichlinghauser Str. 29a: Who's afraid of Angela M.? Who's afraid of Guido W.? Buchobjekte/Assemblagen BORIS MEISSNER
„VORWÄRTS, UND NICHT VERGESSEN…“
Fluchtpunkt
SOLIDARITÄT HELD/MEISSNER vom 01. Mai – 30. Juni 2010
Zu Gast
im Heine-Kunst-Kiosk Zu Gast im Heine-Kunst-Kiosk: RME STREUF: „STREUF STREIFT HEINE – HEINE STREIFT STREUF“ vom 01. September – 31. Oktober 2010 (www.streuf.de) Zu Gast im Heine-Kunst-Kiosk: DORIS OBERSCHACHTSIEK und KLASSE 4c der Städtischen Katholischen Grundschule Wichlinghausen: „Fuß gefasst“
vom 01. November – 15. Dezember 2010 Zu Gast im Heine-Kunst-Kiosk MEDYA C.: „ANGEKOMMEN IN WUPPERTAL“ vom 18. Dezember 2010 bis 25. Februar 2011 Projekte 2011: „ANGEKOMMEN IN WUPPERTAL“ zu Gast im Heine-Kunst-Kiosk Rajmunda G. Eine Graffiti-Aktion in Korrespondenz mit Heine – Texten von ‚BIRNE’ Dominik Hebestreit „Ungleicher Lohn für gleiche Arbeit“: ein Narrenkleid der Wuppertaler Künstlerin Ulla Schenkel (z.Zt. ausgestellt im Frauenmuseum Bonn). Fortsetzung der Reihe: „Angekommen in Wuppertal“ Bild und Text zu Heine von Ruth Velser, Autorin, Bildende Künstlerin Hommage an Barbara Commandeur (zum 60. Geburtstag), einer bedeutenden Künstlerin und Schriftstellerin Wuppertals, die in der Seifenstraße wohnte. usw.: Installationen, Texte, Bilder mit aktuellen Bezügen: Barbara Held und Boris Meißner mit Inszenierungen, Performances, tableaux vivants; Grenzüberschreitungen in Kooperation mit Literaten, TänzerInnen, MusikerInnen etc.
Barbara Held,
Boris Meißner, P r e s
s e s t i m m e n
|
|
Zu Gast im Heine-Kunst-Kiosk Juni-Juli 2011 Rajmunda Grdelaj das „Angekommen in Wuppertal“ der 17-jährigen Kosovo-Albanerin in schwedisch und albanisch übersetzt „Har kommit fram i Wuppertal“ „Kum mrri ne Wuppertal“ ist unter dem Textplakat zu lesen, auf dem Rajmunda die kurze Geschichte ihrer Familie schildert - mit der weisen Erkenntnis „Wo es mir gut geht, da ist mein Vaterland“. Geboren in Schweden, zurück in den Kosovo, seit 11 Jahren in Wuppertal lebend, erzählt die Schülerin in dankbaren Worten hier ihre Geschichte des Ankommens in Wuppertal. Im 2. Schaufenster, im Herzen des Doppeladlers, dem albanischen Staatswappen, beschreibt Rajmunda in nachdenklich-anrührender Gedichtform „ihr Wuppertal“. 2 Fotos, neben der Collage, illustrieren Rajmundas Beiträge: ihre Ankunft in Wuppertal und eine Aufnahme mit ihrer Großmutter aus dem Kosovo. Nach der Kurdin Medya Cesen, die zweite Jugendliche, die von Barbara Held und Boris Meißner im Heine-Kunst-Kiosk vorgestellt werden. Großes Interesse der Wichlinghauser Bevölkerung – schon während der Installation dieser „Vorstellung“ – ermutigen Held und Meißner den Heine-Kunst-Kiosk als einen „Raum für Neues, für Umbruch und Aufbruch“ weiterhin zu nutzen. Mit Freude begrüßen Barbara Held und Boris Meißner die Zusage der Wuppertaler Künstlerin Ulla Schenkel, ihre Arbeit aus der MONETA-Ausstellung „Ungleicher Lohn für gleiche Arbeit“ im Frauenmuseum Bonn (2011) anschließend im Heine-Kunst-Kiosk vorzustellen. © Meißner/Held 2011
|
![]()
|
|
Mein Name ist Rajmunda und ich in Wuppertal angekommen Ich bin 17 Jahre alt, ein Mädchen, Tochter, Schwester, Kind, Abiturientin, Migrantin, Kosovarin, Muslimin, Start-Stipendiatin, Nachhilfelehrerin, Freundin, Bekannte, Verwandte, nett, freundlich und hilfsbereit. Ich wurde in Schweden geboren, verbrachte gemeinsam mit meinen Großeltern, meiner Mutter und meinem älteren Bruder 6 gemeinsame Jahre im Kosovo und lebe nun seit 11 Jahren in Wuppertal. Grund dafür, das ich hier lebe, ist, dass mein Vater, der 3 Jahre vor uns nach Deutschland zugewandert ist und meine Mutter sich dafür ent-schieden, ein neues Leben hier in Deutschland zu beginnen. Zu dieser Zeit herrschte Krieg zwischen Kosovo und Serbien. Sie sahen keine anderen Möglichkeiten auf ein Leben mit Perspektiven und ohne Angst. Zunächst war ich sehr skeptisch, auf das was mich erwarten würde, jedoch auch sehr neugierig, Neues erleben zu können. In Deutschland angekommen änderte sich plötzlich alles. Nichts glich dem, was ich gewohnt war. Ich hatte große Schwierigkeiten, mit dem was um mich geschah, umzugehen, da ich noch sehr jung war und mir das einzige weggenommen wurde voran ich festhalten konnte, mein alltägliches Leben. Innerhalb weniger Monate lernte ich die deutsche Sprache so, dass ich mich gut verständigen konnte. Mit dem Älterwerden stellte ich fest, dass das Leben, das ich hier leben darf, keine Strafe ist, wie ich zu Beginn dachte, sondern ein Privileg . Denn nicht jedem wird die Möglichkeit, sich in einem fremden Land oder auch einer Stadt so frei entfalten zu können geboten, wie es mir gestattet wurde. So bin ich sehr glücklich, mein Leben hier verbringen zu dürfen. Das Wort Heimat verweist in erster Linie auf eine positive Beziehung zwischen Menschen und Raum. Heimat kann Landschaft meinen, aber auch sich auf ein Dorf oder ein Land beziehen. Menschen können auch außerhalb des Ortes, wo sie geboren wurden oder aufgewachsen sind, sich heimisch fühlen. Der lateinische Spruch: „Ubi bene, ibi patria“ (Wo es mir gut geht, da ist mein Vaterland, meine Heimat), zeigt, dass Wuppertal für mich meine zweite Heimat geworden ist, denn außerhalb von Kosovo fühle ich mich nur hier wohl.
© Rajmunda Grdelaj 2011 |
|
Zu Gast im Heine-Kunst-Kiosk" Gleiche Arbeit – ungleicher Lohn“
Linoldruck auf Nylonseide von 1971
2010:
Ulla Schenkel |
| Seitenanfang |